Fragen und Antworten (FAQ)

1. Was ist Psychotherapie?

Psychotherapie bezeichnet die Behandlung seelischer Störungen mit Hilfe des professionellen, therapeutischen Gespräches und gezielter Übungen. Anders als ein Psychiater verordnet ein Psychotherapeut keine Medikamente, sondern entwickelt gemeinsam mit dem Patienten Lösungsmöglichkeiten für ein vertieftes Verständnis und eine Veränderung des Problems. Dabei bedient er sich wissenschaftlich überprüfter Behandlungsansätze, die kontinuierlich weiterentwickelt werden.

2. Was ist ein Psychologischer Psychotherapeut?

Alle Kollegen unserer Gemeinschaftspraxis sind Psychologische Psychotherapeuten, d.h. sie haben nach dem Hochschulstudium der Psychologie eine mehrjährige Ausbildung (mind. 4200 Stunden) nach dem Psychotherapeutengesetz abgeschlossen und eine staatliche Approbationsprüfung absolviert. Psychiater hingegen haben nach dem Medizinstudium eine fachärztliche Weiterbildung erhalten und sich auf die medikamentöse Behandlung psychischer Störungen spezialisiert. Heilpraktiker für Psychotherapie können ohne Hochschulstudium eine Unbedenklichkeitsprüfung beim Gesundheitsamt bestehen – ihr Ausbildungsstand ist stark variabel und großen Qualitätsunterschieden unterworfen. (Diplom-)Psychologen haben per se keine psychotherapeutische Weiterbildung, sondern lediglich das akademische Studium der Psychologie abgeschlossen.

3. Wann ist Psychotherapie sinnvoll?

Immer dann, wenn eine seelische Belastung vorliegt, die subjektiv oder im Alltagsleben deutlich beeinträchtigt. Leider wird noch immer zu lange mit der Aufnahme einer Psychotherapie gezögert, was Symptome verschlimmert und chronisch werden kann. Psychotherapie muss nicht die langjährige Aufarbeitung aller Kindheitserfahrungen bedeuten: falls eine geringere Belastung vorliegt, kann auch eine kürzere Intervention hilfreich und ausreichend sein. Immer mehr wird auch offener über die Inanspruchnahme gesprochen, denn tatsächlich erkrankt in Deutschland pro Jahr in etwa jeder Dritte an einer behandlungsbedürftigen seelischen Störung.

4. Welche psychotherapeutischen Verfahren gibt es?

Im Bereich der Psychotherapie gibt es ein fast unüberschaubares Angebot an Methoden und Schulen. Es ist daher besonders wichtig, sich an seriöse Angebote zu richten. Von den Kassen sind drei Verfahren anerkannt, die ihre Wirksamkeit in der Erfahrung wie auch in klinischen Studien bewiesen hat. Die Verhaltenstherapie, für welche die umfangsreichsten Wirksamkeitsnachweise vorliegen und welche sich aus der Lernpsychologie entwickelt hat. Die Tiefenpsychologie und schließlich die Psychoanalyse, welche aus der Freudschen Theorie des Unbewussten entstanden ist und sich in Länge und Intensität unterscheiden. Moderne Psychotherapien wie wir sie verstehen gehen immer mehr weg von einem „Schulen-Denken“, hin zu einer allgemeinen Psychotherapie, die integrativ den Bedürfnissen eines Patienten gerecht wird.

5. Wirkt Psychotherapie?

Es gibt umfangreiche wissenschaftliche Studien, systematische Überblicksarbeiten und Metaanalysen, die die Wirksamkeit von Psychotherapie belegen und zwar nicht nur kurzfristig, sondern langfristig und zeitüberdauernd. Die neuere Forschung weist sogar darauf hin, dass durch Psychotherapie nicht nur Verhaltensweisen, sondern sogar neuronale Strukturen im Gehirn positiv beeinflusst werden. Gleiches zeigen Forschungsergebnisse aus dem Bereich der Epigenetik.

6. Wie lange dauert eine Behandlung?

Im Vorfeld lässt sich die Dauer einer Psychotherapie meist nur schwer prognostizieren. Bei leichteren Beschwerden können wenige Beratungsgespräche oder eine Kurzzeitpsychotherapie (20 Sitzungen) ausreichen, bei chronifizierter oder komorbider Problematik ist eine Langzeitbehandlung (45 Sitzungen, bis max. 80 Sitzungen) indiziert.

7. Ich bin gesetzlich krankenversichert. Kann ich mich bei Ihnen behandeln lassen?

Jeder Patient kann sich bei uns behandeln lassen, allerdings ist unsere Gemeinschaftspraxis nicht zur vertragsärztlichen Behandlung zugelassen, d.h. eine Abrechnung mit den gesetzlichen Krankenkassen ist leider nicht möglich. Die Kosten sind in diesem Fall selbst zu tragen. Private Krankenversicherungen und Beihilfen hingegen erstatten die Kosten unserer Behandlung, ggf. auf Antrag.

8. Wie bekomme ich einen Termin bei Ihnen?

Melden Sie sich am besten telefonisch bei unserem Empfangsteam, werktäglich zwischen 8 und 18 Uhr unter der Tel. 089 - 242 161 30. Sie können uns auch eine eMail schicken oder unser Kontaktformular auf dieser Website nutzen.

9. Wie sind Ihre Sprechstundenzeiten?

Wir arbeiten grundsätzlich als reine Bestellpraxis, d.h. es ist vorab eine Terminvereinbarung nötig. Unsere Sprechzeiten sind werktäglich von 7 bis 21 Uhr. Darüber hinaus bieten wir eine offene Patientensprechstunde an, zu der Sie ohne Voranmeldung zu einem kurzen Beratungsgespräch (ca. 20 Minuten) kommen können: die Sprechzeiten hierfür sind Dienstags von 10 bis 12 Uhr.

10. Was kostet ein Beratungstermin?

Die Abrechnung rechnet sich nach der Gebührenordnung für Psychotherapeuten und liegt – je nach Aufwand zwischen 100-153 Euro für eine 50-minütige Sitzung. Wenn Sie die offene Patientensprechstunde mit einer kurzen Beratung (ca. 20 Minuten) besuchen, fällt ein Honorar von etwa 53 Euro (inkl. Testdiagnostik) an.

11. Ist die Praxis während der Urlaubszeit geschlossen?

Unsere Praxis ist bis auf die Feiertage mit wenigen Ausnahmen ganzjährig geöffnet. Dadurch kann auch eine Vertretung im Urlaubsfall eines Therapeuten gewährleistet werden.

12. Wie kann ich Ihre Praxis erreichen?

Die Praxis liegt im Zentrum von München in der Fußgängerzone ist vom Marienhof über die Schäfflerstrasse fußläufig zu erreichen. Neben der Anfahrt mit dem PKW sind alle öffentlichen Verkehrsmittel in unmittelbarer Nähe (Haltestelle Marienplatz).

13. Wo kann ich parken?

Wegen der Parksituation in der Innenstadt empfehlen wir die umgebenden Parkhäuser (z.B. Operngarage, Oberpollinger etc.)